Archiv der Kategorie: Allgemein

Wettbewerb: Jugend testet

http://www.jugend-testet.de/

Tizian Meieranz-Nemeth beschreibt den Wettbewerb so:

Jugend testet

Jetzt anmelden, testen und gewinnen

Erledigt Siri Aufträge besser als Alexa oder Cortana? Sind Marken-Chips knuspriger als No-Name-Produkte? Welche App übersetzt fehlerfrei ins Englische? Fragen wie diese können Jugendliche beim Wettbewerb „Jugend testet“ untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 12.000 Euro und Reisen nach Berlin. Die Anmeldung ist ab sofort unter jugend-testet.de möglich.

Lehrkräfte können mit einer ganzen Klasse oder mit kleineren Lerngruppen mitmachen. Die Schülerinnen und Schüler müssen zwischen 12 und 19 Jahre alt sein. Das Test-Thema können sie frei wählen, von Backmischungen über Kopfhörer bis hin zum Service in Geschäften, Textmarker und Vokabeltrainern. Alles, was die jungen Leute interessiert, ist möglich.

 

Je nach Test-Thema der Schüler lassen sich Schülertests in jeden Fachunterricht integrieren: in Deutsch zum Beispiel beim Thema Werbung, in Mathe beim Tabellen erstellen und Prozentrechnen oder in Bio und Chemie beim Testen von Lebensmitteln. Dabei lassen sich Schülertests auf unterschiedliche Altersgruppen und Lernniveaus anpassen. Der Schwierigkeitsgrad ist beispielsweise variierbar durch die Zahl der zu untersuchenden Kriterien oder durch eine Gewichtung der Kriterien, die in das Gesamturteil einfließen. So lässt sich Verbraucherbildung in den unterschiedlichsten Schulfächern umsetzen.

 

Was es für die Teilnahme braucht: Eine interessante Testidee, genaue Beobachtung und eine nachvollziehbare Dokumentation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer führen ihren Test komplett eigenständig durch.

Den Siegern in jeder Wettbewerbskategorie winken 1.500 bis 2.500 Euro. Insgesamt gibt es 12.000 Euro, Reisen nach Berlin und Sonderpreise zu gewinnen. Ein Tipp: Erfahrungsgemäß ist die Konkurrenz in der Kategorie Dienstleistungstests weniger groß als bei den Produkttests.

Teilnehmer können sich ab jetzt bis zum 30. November 2017 mit ihrem Testthema unter www.jugend-testet.de anmelden. Dort gibt es auch alle Informationen zum Wettbewerb.

 

Mehr Informationen:

Neuer Vorstand im Jungen SLLV

Der SLLV gratuliert ganz herzlich dem neuen Vorstand des Jungen SLLV, der heute auf der Mitgliederversammlung in Saarlouis neu gewählt wurde! Nach 7 Jahren als Landesprecherin gab Moni Greiveldinger, die im Juni als neue SLLV-Schriftleiterin gewählt wurde, ihren Vorsitz heute ab. Der SLLV bedankt sich für die geleistete Arbeit und wünscht Moni Greiveldinger für die Zukunft alles Gute. Die Verbandszeitschrift liegt bei ihr sicherlich in guten Händen. Auch Johanna Hoff scheidet mit dem heutigen Tag aus dem Vorstand des Jungen SLLV aus. Sie begleitet schon seit geraumer Zeit das Amt der Schriftführerin im SLLV. Als neue Landessprecherin des Jungen SLLV wurde heute Wiebke LHoste gewählt, die auch bereits stellvertretende Landesvorsitzende war. Sie wird mit ihrem neuen Team sicher Sorge dafür tragen, dass die Bedürfnisse der Junglehrerinnen und Junglehrer auch in Zukunft in der Öffentlichkeit Gehör finden. Zum neuen Vorstand gehören auch: Lea Lonsdorfer (Stellvertreterin), Vanessa Peuckert und Sabrina Scheid (Referentinnen Ausbildungsphase 1 und 2) und Doris Scherer (Beisitzerin). Die 1. Sitzung des neuen Vorstandes des Jungen SLLV findet am Dienstag, den 14. November 2017, um 15.00 Uhr statt, zu der auch andere Junglehrerinnen und Junglehrer recht herzlich eingeladen sind. Auf gutes Gelingen!

Hier sehen wir den neuen Vorstand des Jungen SLLV:

 

Pressedienst VBE: Pädagogische Misere spitzt sich zu

VBE PD 34 – Pädagogische Misere spitzt sich weiter zu

Berlin, 31.08.2017
(pd 34_17)

Bundesweit rapide wachsende Zahl an Seiteneinsteigern

Pädagogische Misere spitzt sich weiter zu

„Es gibt im Schulbereich eine hohe Zahl an Seiteneinsteigern und diese werden oftmals nicht oder ungenügend auf die pädagogischen Herausforderungen vorbereitet. Der Lehrermangel führt zu einer absurden Abwägung zwischen Unterrichtsversorgung und dem Anspruch der Schülerinnen und Schüler auf pädagogische Qualität“, stellt Udo Beckmann,
Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) zu den aktuellen Medienberichten zu Lehrermangel und Seiteneinsteigern fest.
Er sagt: „Verantwortlich für diese Misere ist die Politik. Die momentane Situation hat sich nämlich über Jahre aufgeschaukelt. Erst wurden zu niedrige Schülerzahlprognosen gestellt, dann darauf basierend, auch unabhängig von der Zuwanderung, zu wenige Lehrkräfte ausgebildet und nun, in Zeiten des sich immer weiter verstärkenden Lehrermangels, werden Seiteneinsteiger in immenser Anzahl in das Bildungssystem gegeben. Fatal ist, dass das, was ursprünglich als Notlösung gedacht war, inzwischen zur Regel und damit Teil der Planung der Ministerien geworden ist. Unsere
Gesundheit würden wir nicht in die Hände von Ärzten legen, die keine entsprechende Qualifizierung haben – aber bei unseren Kindern kümmert die Politik diese halb gare Ausbildung anscheinend nicht. Das ist aus Sicht der Kinder schlichtweg unterlassene Hilfeleistung.“
In Berlin sind mittlerweile 53 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte an Grundschulen Seiteneinsteiger, in Sachsen sind mehr als die Hälfte aller neu eingestellten Lehrer Seiteneinsteiger (Bericht Sächsische Zeitung). Bei den
bisherigen Einstellungen in Nordrhein-Westfalen lag die Quote von Seiteneinsteigern bei knapp 10 Prozent, es ist davon auszugehen, dass bei der Besetzung noch offener Stellen die Quote im Grundschulbereich auf bis zu 30 Prozent steigt.
Beckmann bemängelt: „Qualifizierung? Fehlanzeige! Obwohl jede Studie zeigt, dass es auf die professionelle Qualität der Lehrkraft und des Unterrichts ankommt, werden Personen ohne pädagogische Vorbildung direkt oder nach kurzer Qualifizierung eingesetzt. Für die Profession der Lehrkräfte ist das ein verheerendes Zeichen, sagt es doch: Was die in fünf,
sechs Jahren im Studium lernen, können andere ad hoc. Auch für die Seiteneinsteiger ist es natürlich von Vorteil, wenn sie pädagogisch qualifiziert werden. So, wie es momentan läuft, wird manches Scheitern von der Politik billigend in Kauf genommen“, mahnt Beckmann.
„Um dem Lehrermangel endlich Herr zu werden, braucht es realistische Schülerzahlprognosen, die auch Mehrbedarfe, die aufgrund von Inklusion und Integration entstehen, einbeziehen. Zudem ist es notwendig, dass sich jedes Bundesland verpflichtet, ausreichende Studienkapazitäten zu schaffen,
um den eigenen Bedarf für alle Schulformen zu decken. Und nicht zuletzt muss der Lehrerberuf so attraktiv gestaltet werden, dass ihn viele junge Menschen gerne ausüben möchten. Dazu gehört die Bereitstellung der Gelingensbedingungen genauso wie gute Perspektiven durch Fort- und Weiterbildung innerhalb der Dienstzeit und vor allem eine angemessene Einstiegsvergütung nach A13/EG13, unabhängig von Schulform und –stufe“, fordert der VBE-Bundesvorsitzende. Außerdem rät Beckmann zum Vorausdenken: „Da die Politik auch im nächsten Jahr sicherlich wieder Seiteneinsteiger einstellen muss, sollte sie sich schon jetzt auf die Suche
begeben, damit eine mindestens halbjährige Vorbereitungsphase und nachfolgende berufsbegleitende Weiterqualifizierung umgesetzt werden. Zudem erwarten wir von der KMK eine Planung, wie sie zeitnah aus der
Misere herauskommen will.“