LuSh Ausgabe 05-06/2026
Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir sind endlich in den wohlverdienten Sommerferien angekommen. Für viele von uns eine willkommene Zeit zum Durchatmen, Abschalten und Kraftschöpfen. Gerade nach einem arbeitsreichen Schul- und Verbandsjahr ist diese Pause äußerst wichtig. Sie bietet Gelegenheit, Abstand zu gewinnen und den Blick wieder auf das zu richten, was vor uns liegt: gute Bildung, verlässliche Rahmenbedingungen und die Stärkung all jener, die unseren öffentlichen Dienst tagtäglich tragen, vor allem im Bereich der Schule.
Der Tarifabschluss im TV-L ist dabei ein wichtiges Signal. Er bringt für die Beschäftigten der Länder spürbare Verbesserungen: Die Entgelte steigen in mehreren Schritten um insgesamt 5,8 Prozent, zudem gibt es strukturelle Verbesserungen sowie eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2028. Das Resultat der Verhandlungen ist zwar leider kein großer Wurf, aber ein Ergebnis, das unter sehr schwierigen Bedingungen in äußerst schwierigen Zeiten erreicht wurde und den vielen Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst zugutekommt.
Gemeinsam mit dem dbb saar ist es uns gelungen, dass die Tarifeinigung zeit- und inhaltsgleich auch auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger des Saarlandes übertragen wird. Das war keineswegs selbstverständlich.
Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Streikenden und Unterstützerinnen und Unterstützern bei der Kundgebung in Saarbrücken im Februar dieses Jahres, bei der wir als SLLV stark vertreten waren. Ihr habt gezeigt, dass gewerkschaftliche Solidarität keine Floskel ist, sondern gelebte Gemeinschaft. Die Lehrkräfte und der öffentliche Dienst im Saarland haben durch uns eine starke Stimme – und diese Stimme wird gehört, wenn wir gemeinsam auftreten und unsere Forderungen klar benennen.
Dazu gehört auch unsere gemeinsame Forderung, die 1.000-Euro-Entlastungsprämie für die Beschäftigten des Saarlandes nicht auszuklammern, sofern diese bundesweit eingeführt wird. Wenn der Staat bei Entlastungsmaßnahmen mit gutem Beispiel vorangehen will, dann muss das auch für seine eigenen Beschäftigten gelten! Eine solche Zahlung darf nicht am Ende wieder relativiert oder mit anderen Verbesserungen verrechnet werden, sondern muss als echte zusätzliche Anerkennung ankommen.
Schließlich bleibt unser Einsatz für ein starkes Beamtentum im Saarland unverzichtbar. Der öffentliche Dienst braucht Respekt statt Dauerbeschuss, Anerkennung statt pauschaler Abwertung. Wenn in Öffentlichkeit und Presse immer wieder das Berufsbeamtentum infrage gestellt wird, dann müssen wir klar dagegenhalten. Denn ein handlungsfähiger Staat braucht verlässliche Beamtinnen und Beamte – gut ausgebildet, motiviert und verfassungstreu.
Dafür stehen wir als SLLV ein! Das ist unser Auftrag, und dafür kämpfen wir weiter!
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien weiterhin erholsame Sommerferien, sonnige Tage, neue Energie für die kommenden Aufgaben sowie einen guten Start in das neue Schuljahr 2026/2027.

Mit kollegialem Gruß
Ihr Benjamin Nagel
stellvertretender Landesvorsitzender und Referent für Gewerkschaftsarbeit



