Pressemitteilung vom 25.08.25: Von der Forderung zur Realität – Neue Pflichtstundenverordnung greift Anliegen des SLLV auf

Pressemitteilung vom 25.08.25:
Von der Forderung zur Realität – Neue Pflichtstundenverordnung greift Anliegen des SLLV auf
Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) begrüßt ausdrücklich die vom Ministerium für Bildung und Kultur vorgestellte Änderung der Pflichtstundenverordnung ab dem Schuljahr 2025/26.
„Dass Grund- und Förderschulen künftig mehr Leitungsstunden erhalten, ist ein längst überfälliger Schritt, den wir seit Jahren gefordert haben“, erklärt der Landesvorsitzende Dominik Schwer. „Es ist ein wichtiges Signal, dass die hohe Belastung der Schulleitungen nun endlich anerkannt wird.“
Mit der neuen Pflichtstundenverordnung werden aus Sicht des SLLV zentrale Verbesserungen umgesetzt:
· Mehr Leitungsstunden für Grund- und Förderschulen: Die Leitungsarbeit wird endlich angemessen gewürdigt.
· Klares Schuljahresende zum 31. Juli: Das schafft dringend benötigte Planungssicherheit.
· Bessere Unterstützung für Lehrkräfte mit Behinderung: Ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit.
Trotz dieser Fortschritte sieht der SLLV weiteren Handlungsbedarf:
· Zuweisung der Deputate: Nach wie vor werden die besonderen Belastungen sowohl an Förderschulen als auch an Grundschulen – etwa aufwendige Diagnostik, Gutachten und hoher Kommunikationsaufwand – nicht ausreichend berücksichtigt. Ohne Anpassungen bleibt eine strukturelle Benachteiligung bestehen.
· Funktionsstellen an Grundschulen: Eine verbindliche Funktionsstellenstruktur ist unverzichtbar, um Schulen professionell steuern und weiterentwickeln zu können.
· Verwaltungsunterstützung: Viele Schulen verfügen weiterhin nicht über ausreichend Verwaltungspersonal. Angesichts neuer digitaler Anforderungen wie der Digitalen Einheitlichen Schulverwaltung (DESC) ist dies inakzeptabel.
· Besoldung: Die Anerkennung, dass die Leitungstätigkeit erheblich umfangreicher und anspruchsvoller geworden ist, muss sich auch in einer verbesserten Besoldung niederschlagen. Der SLLV fordert daher eine Anpassung der Besoldung für Grundschulleitungen und Lehrkräfte an Grundschulen.
„Die Anpassung der Pflichtstundenverordnung ist ein wichtiger Einstieg in einen notwendigen Reformprozess“, betont Schwer. „Aber ein Einstieg darf nicht mit einem Endpunkt verwechselt werden. Wir erwarten, dass die Landesregierung den eingeschlagenen Weg konsequent weitergeht – für faire und nachhaltige Arbeitsbedingungen an allen Schulformen.“ Der SLLV steht für den Dialog bereit.
Die Pressemitteilung im PDF-Format: 2025-08-25 Pflichtstundenverordnung – Kopie