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CDU hat den Blick auf die Realität verloren!

6.12.2016

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) kritisiert die Blockadehaltung der CDU betreffend die Rücknahme der reduzierten Eingangsbesoldung scharf.

Es handele sich beim Vorstoß von Bildungsminister  Commerçon  nicht um ein publikumswirksames Wahlgeschenk, sondern um ein Reagieren auf einen echten Personalnotstand.

Der Verband fordert die CDU auf, sich selbst ein Bild der prekären Situation in der Grundschule zu machen und im Sinne aller betroffenen Schülerinnen und Schüler dafür mit Sorge zu tragen, dass ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer nicht weiter dorthin auswandern, wo sie von Anfang an voll bezahlt werden.

„Es muss umgehend gehandelt werden, bevor das System vollends zusammen bricht!“

Der SLLV bekräftigt in diesem Zusammenhang nochmals seine Forderung, Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen von Anfang an voll zu bezahlen!

Junge Lehrerinnen und Lehrer endlich voll bezahlen!

Saarlouis, den 01.12.2016

 Der SLLV begrüßt den Vorstoß von Minister Commerçon, sich für die Rücknahme der abgesenkten Eingangsbesoldung beim Finanzminister einzusetzen.

Angesichts des  Personalmangels an den Grundschulen forderte der SLLV die Landesregierung nochmals eindringlich auf, die Reduzierung der Eingangsbesoldung dringend zurückzunehmen.

„Man muss kein Hellseher sein um abzusehen, dass es bei der nächsten Einstellungsrunde im Februar mehr freie Planstellen als Bewerber geben wird! Die Lehrerinnen und Lehrer haben mittlerweile die freie Auswahl und wandern in andere Bundesländer ab, in welchen sie von Anfang an voll bezahlt werden!“, so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.

Bereits jetzt könnten Vertretungsstellen nicht mehr mit dafür ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer besetzt werden.

Auch im Bereich der Gemeinschaftsschule sind erste Engpässe zu erkennen.

Deshalb fordert der SLLV die Landesregierung auf, endlich wach zu werden und Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen von Anfang an voll zu bezahlen.

Zur SPD-Erklärung „Eine Schule für alle“

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) kritisiert die Erklärung der saarländischen SPD-Landtagsfraktion, auf Förderschulen zu verzichten.

Der SLLV setzt sich für den Erhalt der Förderschulen ein, weil dort seit Jahrzehnten gute Arbeit geleistet wird. Sie bieten für viele behinderte Kinder die richtigen Rahmenbedingungen, weil der Umgang mit Heterogenität, individuelle Förderung und soziale Integration dort zum Alltag gehören. Die dort vorzufindenden Standards müssen auf die Regelschulen übertragen werden, wenn Inklusion gelingen soll. Dies ist noch lange nicht der Fall.

Die bisherige Zuweisung von Ressourcen ist ungenügend.

„Sie stellt unsere Lehrkräfte vor unlösbare Aufgaben und lässt sie ausbrennen. Solange sich daran nichts ändert, ist ein Plan, auf Förderschulen zu verzichten, absolut abwegig“, sagt die stellvertretende SLLV-Landesvorsitzende, Michaela Günther. „Unter diesen Bedingungen Inklusion durchzuführen, missachtet den Förderungsbedarf behinderter Kinder. Die Beschulung in Förderschulen bleibt weiterhin eine gute Alternative.“

Der SLLV fordert in diesem Zusammenhang nochmals eine konsequente Doppelbesetzung, kleinere Klassen, eine bessere räumliche und sächliche Ausstattung der Schulen sowie multiprofessionelle Teams.

Nicht alle Gemeinden werden ihrer Verantwortung als Schulträger gerecht!

Der Saarländische Lehrerinnen – und Lehrerverband (SLLV) hat die Planung des Städte- und Gemeindetages, die Kosten für die Schulverwaltungskräfte an den Grundschulen auf das Land zu verschieben, scharf  kritisiert.

Städte und Gemeinden seien nach dem Schulordnungsgesetz eindeutig dazu verpflichtet, als Schulträger das notwendige Verwaltungspersonal zur Verfügung zu stellen und wollten sich aus der Verantwortung ziehen.

„Es ist eine Frage der Prioritätensetzung der zu erfüllenden Aufgaben. Das Verwaltungspersonal dient doch nicht nur zur Entlastung der SchulleiterInnen, sondern hält den gesamten Schulbetrieb mit am Laufen!“, so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.

Nach Auffassung des SLLV werde die in den Grundschulen geleistete Arbeit von manchen Schulträgern in ihrer Fülle nicht gesehen. Der Verband fordert deshalb nochmals, dass alle Schulträger ihrer gesetzlichen Verpflichtung endlich gerecht werden.

VBE: Gewalt gegen Lehrkräfte ist nicht ihr Privatproblem!

Düsseldorf, 14.11.2016

forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte“

Gewalt gegen Lehrkräfte ist nicht ihr Privatproblem!

„Wenn zwei Drittel der befragten Lehrkräfte beim Thema Gewalt gegen Lehrkräfte mehr Engagement und Schutz von ihrem Dienstherren erwarten, ist das ein Alarmsignal an die Politik! Gewalt gegen Lehrkräfte wird häufig als jobimmanent abgetan und kleingeredet. Es ist skandalös, so zu tun, als sei es Bestandteil des Berufes, sich beleidigen, belästigen und körperlich angreifen zu lassen“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung, die heute in Düsseldorf veröffentlichte repräsentative forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte“, die der VBE in Auftrag gegeben hatte.

Der Ton in der Gesellschaft werde immer rauer, die Sprache verrohe,
Konflikte eskalierten öfter, schneller und werden mit härteren Mitteln ausgetragen, Autoritäten werden nicht mehr anerkannt. Diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung mache auch vor der Schule nicht halt. 55 Prozent der befragten Lehrkräfte sagten, dass es an ihrer Schule in den letzten fünf Jahren Fälle gab, in den Lehrkräfte direkt beschimpft, bedroht, beleidigt, gemobbt oder belästigt wurden. Selbst von psychischer Gewalt betroffen waren ein Viertel der Befragten.

Fälle an der Schule, in denen Lehrkräfte körperlich in den letzten 5 Jahren angegriffen wurden, wussten 21 Prozent bundesweit berichten. Selbst Erfahrungen mit körperlicher Misshandlung, zum Beispiel schlagen, schütteln, stoßen, treten, boxen, mit Gegenständen werfen, an den Haaren ziehen, mit den Fäusten oder Gegenständen prügeln haben 6 Prozent der befragten Lehrkräfte gemacht. Der Bundesvorsitzende macht deutlich: „6 Prozent von knapp 755.000 an allgemeinbildenden Schulen beschäftigten Lehrkräften sind über 45.000 Lehrerinnen und Lehrer, die tätlich angegriffen wurden! Wir lassen uns nicht mehr erzählen, dass Gewalt gegen Lehrkräfte Einzelfälle sind. Erschütternde Gewissheit ist: Das sind sie nicht! Und es sind 45.000 zu viel.“

Auch Cybermobbing wird ein immer größeres Phänomenen. 77 Prozent der Befragten sehen eine Zunahme von Formen des Mobbings über das Internet. Fast jede dritte befragte Lehrkraft gab an, dass es Fälle an der Schule gab. Beckmann: „Medienkompetenz ist wichtig, um Schülerinnen und Schüler ein Unrechtsbewusstsein für Cybermobbing zu vermitteln.“

„Gewalt gegen Lehrkräfte“ wird von 57 Prozent der Befragten als
Tabuthema angesehen. So ist es auch zu erklären, dass 15 Prozent der Befragten angaben, dass sie bei psychischen Angriffen durch Schüler nichts unternommen haben. Erfolgte der psychische Angriff durch Eltern, geben sogar 35 Prozent der befragten Lehrkrafte an, den Vorfall nicht gemeldet zu haben. Beckmann kommentiert: „Gewalt gegen Lehrkräfte wird zum Privatproblem erklärt. Fehlende Unterstützung der Verantwortlichen, Zweifel an der Erfolgsaussicht und die Angst vor Konsequenzen verhindern die konsequente Meldung und Verfolgung von psychischen und physischen Angriffen. Der Dienstherr muss sich schützend vor und vor allem unterstützend hinter die Lehrkräfte stellen.“

Der Bundesvorsitzende stellt klar: „Viel zu oft wird das Problem
kleingeredet. Die schlimmste Relativierung: `Das gehört halt zu Ihrem Job.´ Außer professionellen Kampfsportlern ist mir keine Personengruppe bekannt, zu deren Job es gehört, sich psychisch und physisch angreifen zu lassen.“

Präventiv könnte neben Gesprächen mit den Schülern, einem Schulkodex und Kooperationen mit der Polizei und externen Institutionen vor allem das Arbeiten in multiprofessionellen Teams und in ausreichend großen Räumen wirken. Allerdings werden diese Gelingensbedingungen von der Politik verweigert. Während 68 Prozent der Befragten die Zusammenarbeit mit multiprofessionellen Teams als sinnvoll für die Gewaltprävention erachten, arbeiten nur 41 Prozent der Lehrkräfte so. Beckmann empört: „Das ist ein vom Bildungsministerium geschriebenes Drama, in dem die Lehrkräfte fünf Rollen auf einmal spielen sollen. Es besteht dringender Handlungsbedarf!“

Dass die Politik reagieren muss, zeigt sich auch an diesem Ergebnis:
45 Prozent der Befragten erwarten von der Schulverwaltung und
58 Prozent der Befragten von der Landesregierung und dem
Schulministerium, dass sie endlich mehr unterstützt und besser geschützt werden.

Wir fordern:
• Gewalt gegen Lehrkräfte darf kein Tabu-Thema mehr sein.
• Die Dokumentation von Vorfällen hat verpflichtend zu erfolgen.
• Statistiken müssen geführt und veröffentlicht werden.
• Die Lehrkraft muss die volle Unterstützung des Dienstherren
erhalten.
• Entwicklung klarer Strukturen, an wen sich Lehrkräfte wenden
können und was nach einem Übergriff zu tun ist.
• Unterstützung der Schulen durch multiprofessionelle Teams.
• Ein breites Fortbildungsangebot.
• Vermittlung von Medienkompetenz als Prävention gegen
Cybermobbing.

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SZ-Bericht vom 15.11.2016

Junge Lehrerinnen und Lehrer endlich voll bezahlen!

                                                           Saarlouis, den 09.11.2016

Angesichts des aktuell diskutierten Personalmangels an den Grundschulen fordert der SLLV die Landesregierung nochmals eindringlich auf, die Reduzierung der Eingangsbesoldung dringend zurückzunehmen.

„Man muss kein Hellseher sein um abzusehen, dass es bei der nächsten Einstellungsrunde im Februar mehr freie Planstellen als Bewerber geben wird! Die Lehrerinnen und Lehrer haben mittlerweile die freie Auswahl hätten und wandern in andere Bundesländer ab, in welchen sie von Anfang an voll bezahlt werden!“, so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.

Bereits jetzt könnten Vertretungsstellen nicht mehr mit dafür ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer besetzt werden.

Auch im Bereich der Gemeinschaftsschule sind erste Engpässe zu erkennen.

Deshalb fordert der SLLV die Landesregierung auf, endlich wach zu werden und Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen von Anfang an voll zu bezahlen.

 

 

Internationaler Englisch-Sprachwettbewerb Go4Goal! startet

Internationaler Englisch-Sprachwettbewerb Go4Goal! startet

Anmeldungszeitraum für Schulen noch bis zum 31. Oktober

Berlin, 06. Oktober 2016: Es ist soweit, der vierte internationale Englisch-Sprachwettbewerb Go4Goal! startet am 14. November 2016. Noch bis zum 31. Oktober 2016 können sich Schulen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu anmelden. Das Besondere: Alle Schüler absolvieren dabei einen offiziellen TOEFL® -Test. Keiner fällt durch – Jeder Teilnehmer erhält ein Ergebnis und wird in ein Sprachniveau eingestuft.

Der von der Language & Testing Service GmbH (LTS) initiierte, jährlich stattfindende Wettbewerb hat das Ziel, das Englisch-Sprachniveau der Schüler ab der 7. Klasse in Deutschland, Österreich und der Schweiz miteinander zu vergleichen und die Motivation für die englische Sprache bei den Schülern zu steigern. Im Rahmen dieses Wettbewerbs muss jeder Mittelstufenschüler den TOEFL® Junior Standard Test, jeder Oberstufenschüler den TOEFL® ITP -Test absolvieren. Im Anschluss an den Wettbewerb erhält jeder Schüler einen offiziellen TOEFL® Score Report, der als international anerkannter Sprachnachweis für den Schüleraustausch oder  als Hochschulzulassung eingesetzt werden kann. Im Nachgang an Go4Goal! ist jede teilnehmende Schule ein autorisiertes TOEFL® Testzentrum und kann selbst Tests anbieten und durchführen.

Bereits seit 2013 findet der Wettbewerb statt. In den vergangenen Jahren wurden Schulen innerhalb eines Bundeslandes, in Stadtstaaten oder der Hauptstadt getestet und mit den Ergebnissen aus Österreich und der Schweiz verglichen. Dieses Jahr ist es das erste Mal, dass Schulen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz am Wettbewerb teilnehmen können. Judith Hackmann, Leiterin für Marketing und Vertrieb bei LTS: „Das wird echt spannend. Schulen aus ganz Deutschland werden nun untereinander und international miteinander verglichen. Gewinner für Deutschland, Österreich und die Schweiz der letzten beiden Jahre war das Heinrich-Hertz-Gymnasium in Berlin. Wir sind echt gespannt, wer dieses Jahr vorne liegt“.

Die beste Schule kann in diesem Jahr einen Klassenfahrtgutschein gewinnen. Die beste Klasse pro Stufe erhält ein Zertifikat und viele kleinere Gewinne. Die Teilnahme kostet 12 Euro (bzw. in der Schweiz 15 Franken) pro Schüler. Der Sprachtest wird direkt in der jeweiligen Schule durchgeführt. Einen Termin kann sich jede Schule im Rahmen des Wettbewerbszeitraums selbst aussuchen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.go4goal.eu

Über die Language & Testing Service GmbH

LTS, mit Sitz in Berlin, wurde 2009 gegründet und ist der exklusive Vertriebspartner für ETS (Educational Testing Service) in deutschsprachigen Ländern. LTS ist verantwortlich für den Vertrieb, die Durchführung und Überwachung zahlreicher international anerkannter Sprachtestprogramme, u. a. TOEFL® ITP, TOEIC® sowie für die Testzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz (www.language-testing-service.de). ETS aus Princeton entwickelt, verwaltet und bewertet als Non-Profit-Organisation mehr als 50 Millionen Tests jährlich in mehr als 180 Ländern.

Interview mit VBE-Bundesvorsitzenden Beckmann

 foto-ostermann.de

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Wertschätzung durch Entlastung und Entlohnung!

 Am 5. Oktober wird weltweit der Tag des Lehrers begangen. Er geht zurück auf die Unterzeichnung der „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“ von UNESCO und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, einer Sonderorganisation der UN, am 5. Oktober 1964. Die internationale Bildungsgewerkschaft, Education International, hat den diesjährigen Weltlehrertag unter das Motto „Lehrkräfte wertschätzen, ihren Status verbessern“ gestellt. Zu diesem Thema sprachen wir mit dem VBE-Bundesvorsitzenden, Udo Beckmann.

Werden Lehrkräfte in Deutschland zu wenig wertgeschätzt?

Ein wertschätzender Umgang setzt eine Empfänglichkeit für die Bedürfnisse des Gegenübers voraus. Gerade zwischen Politik und Schule gibt es hier eine Schieflage. Wir wissen aus unseren Umfragen, dass Lehrkräfte die politischen Entscheidungen realitätsfern finden. Damit drückt die Politik nicht nur Praxisferne aus, sondern eben auch, dass die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer nicht genügend wertgeschätzt wird. Immer mehr Aufgaben sollen in immer kürzerer Zeit und größeren und heterogeneren Lerngruppen von diesen bewältigt werden. Die Politik formuliert Anforderungen an Schule, die unter den von der Politik gegebenen Rahmenbedingungen von den Lehrkräften nicht eingelöst werden können. Das ist nicht nur eine Gefahr für die Lehrergesundheit, sondern schadet auch dem Image des Lehrerberufs.

Was sollte geändert werden, damit Lehrkräfte sich wertgeschätzt fühlen?

Lehrkräfte sollen angehört und ihre Hinweise ernst genommen werden. Leider wird das, was Lehrkräfte als Problem benennen, oft als Lamentieren abgetan. Bei der Umsetzung von Inklusion und Integration zeigt sich, dass Lehrkräfte bereit sind, sich Herausforderungen zu stellen und sich bis an die Grenze der Belastbarkeit einzubringen. Was fehlt, sind praxisnahe Entscheidungen der Politik, die die Realität an den Schulen berücksichtigt und die dazu führen, dass die einzelne Lehrerin und der einzelne Lehrer entlastet wird. Dazu gehören: die Möglichkeit, mit multiprofessionellen Teams zu arbeiten, das Unterrichten in kleineren Lerngruppen und die Unterstützung im Umgang mit heterogenen Lerngruppen.

Und natürlich geht Wertschätzung auch Hand in Hand mit gerechter Entlohnung und der Bereitstellung von genügend Zeitressourcen. Wir fordern daher den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und die Verbeamtung, da nur so die Schulpflicht und die Verlässlichkeit des staatlichen Schulsystems sichergestellt werden kann.

SLLV begrüßt Etappensieg bezüglich der Entlastung der Schulleiter an den Grundschulen

Saarbrücken, 14.07.2016

SLLV begrüßt Etappensieg bezüglich der Entlastung der Schulleiter an den Grundschulen

Nach dem Gespräch mit Bildungsminister Commerçon begrüßt der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV), dass die ursprünglich mit dem Schuljahr 2016/17 wegfallenden Konzeptstunden zur Inklusion nun doch im System der Grundschule verbleiben.

Sie werden zum einen zur Entlastung der Schulleiter, zum anderen zur Stärkung belasteter Grundschulen genutzt.

Dies sieht der Verband als ersten wichtigen Schritt zur Anerkennung der besonders schwierigen  Situation der Schulleitungen an Grundschulen.

Des Weiteren begrüßt der SLLV, dass es für die Grundschulen zusätzliche Stellvertreterstellen geben soll. Über entsprechende Modelle wurde diskutiert.

Der SLLV besteht allerdings auf seiner Forderung, dass jede Grundschule einen Konrektor braucht, unabhängig von der Schülerzahl.

„Ein Aushängeschild der Kommunen“ – SLLV fordert deutlich höhere Investitionen in die Schulen

Wenn man zur Kenntnis nehmen muss, dass die 52 Saar-Kommunen 2015 „weniger Geld für Schulen“ ausgegeben haben, tauchen erhebliche Zweifel an der angeblichen „Priorität für Bildung“ auf. Dabei gäbe es viele „Baustellen“, in die dringend investiert werden müsste, moniert der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV).

So erinnert die Vorsitzende Lisa Brausch zum wiederholten Male an fehlende Verwaltungskräfte an Grundschulen. Sie seien unerlässlich bei der Fülle gestiegener Anforderungen an diese Schulform. Zudem seien moderne Grundschulen auch ein „Aushängeschild der Kommunen“ und spielten im gesellschaftlichen Miteinander eine große Rolle. Dies sei aber nicht zum Nulltarif zu haben.

Sehr bedenklich sei deshalb die „Einnahmeschwäche“ der Saar-Kommunen. Wenn deren Steuer-Einnahmen seit Jahren rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt der Flächenländer liegen, besteht hier offensichtlich akuter Handlungsbedarf, meint der SLLV weiter. Dabei sieht er auch den Bund in der Pflicht. Deshalb fordert er zum wiederholten Male, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Schulbereich endlich aufzuheben.