Unterrichtsversorgung hat oberste Priorität!

20.05.2017

Mit Unverständnis reagiert der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband auf die Aussage der Landesregierung, dass eine Ausweitung der Lehrerzuweisung in der Nachmittagsbetreuung prioritär sei. Solange es nicht gelingt, jede Klasse mit einem ausgebildeten Lehrer zu versorgen, sollte es nach Auffassung des SLLV oberstes Ziel sein, diesen Missstand zu beseitigen.

Aus diesem Grund müsse zumindest in den nächsten Jahren den Trägern stattdessen Mittel zugewiesen werden, die diesen ermöglicht, die Nachmittagsbetreuung mit anderen pädagogischen Kräften zu gestalten.

Der SLLV fordert die Landesregierung auf, endlich etwas gegen den Lehrermangel vor allem an den Grund- und Förderschulen zu unternehmen und alle Lehrerinnen und Lehrer von Anfang an voll zu bezahlen. Sonst würde das Saarland im bundesweiten Wettbewerb um ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer abgehängt, so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.