SLLV fordert bessere Bedingungen für das Gelingen von Inklusion

P r e s s e e r k l ä r u n g

Saarlouis, den 05.04.2017

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) unterstützt die Forderung der Elterninitiative für Bildung sowie der Landeselternvertretungen nach mehr Lehrerstunden für das Gelingen von Inklusion.

Ebenso gehört die Einrichtung multiprofessioneller Teams an allen Schulen zu den Forderungen des SLLV. Von einem „Stopp der Inklusion“ hält der SLLV auch nichts, fordert aber, dass die derzeit schlechten Bedingungen mehr in den Fokus genommen werden. Die Realität, wie sie sich in den Schulen darstellt, darf nicht schön geredet werden. Die Beschwerden und Klagen von Lehrerinnen und Lehrern müssen ernst genommen und beachtet werden.

Es ist auch nicht förderlich, die Förderschulen regelrecht zu verteufeln, wie es von Seiten des Vereins Miteinander Leben Lernen (MLL), immer wieder geschieht. Behinderte Schüler machen an diesen Schulen sehr gute Erfahrungen, weshalb sie weiterhin von den Eltern als gute Lernorte für ihre Kinder gewählt werden. „Wir müssen endlich von dieser Entweder-Oder-Debatte“ wegkommen, sagt die stellvertretende Vorsitzende des SLLV, Michaela Günther. „Wenn wir die Förderschulen als einen wichtigen Teil eines inklusiven Schulsystems anerkennen und wenn den Regelschulen endlich ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, wären die wichtigsten Schritte getan.“

Ohne Geld in die Hand zu nehmen, könne das Projekt Inklusion nicht gelingen. Am wichtigsten sei es, mehr Stellen für Sonderpädagogen zu schaffen und Konzepte zu entwickeln, um den Mangel an Förderschullehrern zu beheben. Es müssen beispielsweise die Möglichkeiten zur Nachqualifizierung von Regelschullehrern geschaffen werden.