Grund- und Förderschullehrer im Saarland –  Mangelware!

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) hält   Commerçons Entlastungsvorschläge für die Grundschulen für absolut unzureichend als Attraktivitätssteigerung für den Beruf des Grundschullehrers im Saarland.

Mit den angesprochenen Maßnahmen könne man keine Begeisterungsstürme bei Kandidatinnen und Kandidaten erwarten.

Der Verband erwartet endlich die Zusage der vollen Eingangsbesoldung für alle ohne zeitliche Befristung der Maßnahme sowie eine deutliche Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung für die Lehrerinnen und Lehrer. „Für jede Schule muss es des Weiteren einen Konrektor geben und die Schulleiter müssen endlich mehr Zeit bekommen für ihre eigentlichen Aufgaben,“ so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.

Der SLLV vermisst außerdem Konzepte, um den seit langem bestehenden Mangel an Förderschullehrkräften auszugleichen. Mehr Sonderpädagogen in den Grundschulen wären einer weiterer wichtiger Baustein für verbesserte Rahmenbedingungen. Aktuell werde man dem hohen Anspruch einer angemessenen Umsetzung der Inklusion überhaupt nicht gerecht und lässt Grundschullehrer alleine. Dieser wichtige Aspekt findet in Commerçons Ankündigungen keine Beachtung.

„Es ist höchste Eisenbahn im bundesweiten Wettbewerb um ausgebildete Grund- und Förderschullehrerinnen und – lehrer.

Die desolate Personalsituation geht auf Kosten der Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer. Das Saarland hat sich viel zu lange weggeduckt!“, so die Landesvorsitzende.