Presseerklärung 28. August 2017

Stellungnahme zum geplanten Arabisch-Unterricht an Saarländischen Schulen

28. August 2017

SLLV sieht den Vorstoß des Bildungsministers zum Arabischunterricht als weitere Baustelle im Bildungssystem

Saarlouis: Die Ankündigung des Bildungsministers, Arabisch ab dem Schuljahr 2018/19 als ordentliches Unterrichtsfach an saarländischen Schulen einzuführen, hat zu großen Diskussionen geführt. Laut Aussage des Vorsitzenden des Bildungsausschusses Frank Wagner (CDU) wolle das Ministerium ein neues Konzept für diesen Bereich entwickeln.

Hier stellt sich dem Saarländischen Lehrerinnen und Lehrerverband die Frage, ob in den vergangenen Jahren die Schulen nicht in allzu vielen Bereichen mit Neuerungen konfrontiert wurden, wofür Konzepte entwickelt werden mussten: ein Inklusionskonzept, ein Förderkonzept, ein Konzept passend zum Schulfahrtenerlass, ein Konzept zur Medienbildung. All diese Konzepte sind an den einzelnen Schulstandorten noch immer nicht ausgereift und müssen ständig überarbeitet und den sich ändernden Bedingungen angepasst werden. „Nun soll“, so die stellvertretende Landesvorsitzende Michaela Günther, „schon wieder eine neue Baustelle dazukommen“.

Der SLLV hält fest, dass die Landesregierung beim akuten Lehrermangel im Grund- und Förderschulbereich, maroden Schulgebäuden und unzureichenden Ressourcen für das Gelingen der Inklusion weit wichtigere Baustellen im Bildungsbereich hat als die Einführung des Arabischunterrichts. Der Verband spricht sich dafür aus, die akuten Problematiken der saarländischen Schulen ins Auge zu fassen und hier die einzelnen Schulformen in ihrem Bemühen um ein gute Bildung zu stärken.